Der Hersteller eines Autos gibt für jedes Modell Zeiträume und Kilometerleistungen an, nach denen eine Inspektion und Wartung erfolgen sollte. Diese Abstände werden Wartungsintervalle genannt. Die Wartungsintervalle sollten eingehalten werden und in einem Scheckheft eingetragen werden. Sollten Inspektionen nicht rechtzeitig gemacht oder vernachlässigt werden, kann die Herstellergarantie auf das Auto verfallen. Auch zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten die anstehenden Wartungen eingehalten werden.

Sie können die Inspektion in einer Vertragswerkstatt oder freien Werkstatt durchführen lassen. Bei Neuwagen ist es empfehlenswert, eine Vertragswerkstatt zu wählen.

Was wird bei einer Wartung gemacht?

Die Wartung dient dazu, vor allem Verschleißteile wie Bremsbeläge, Scheibenwischer oder den Ölstand zu untersuchen und bei Bedarf zu warten. Auch eine Karosseriekontrolle kann fällig sein. Sie können sich diese Inspektion wie eine Art Vorsorgeuntersuchung vorstellen. Bei Ihrem Auto wird überprüft, ob noch alles so ist, wie es sein sollte und eventuelle „Schwachstellen“ behoben. Das dient zur Sicherheit und kann Folgeschäden, Unfälle, Pannen und entsprechend hohe Reparaturkosten verhindern.

Wenn Sie die Wartungsintervalle bei Ihrem Auto einhalten, hat das auch den Vorteil, dass der Wert beim Verkauf höher ist als ohne Einhaltung der Inspektionen.

Unterschieden wird übrigens einer kleinen und großen Inspektion.

Kleine Inspektion

  • Kosten zwischen 250 bis 300 Euro
  • Ölwechsel
  • Überprüfung von Verschleißteilen

Große Inspektion

  • Kosten zwischen 400 bis 800 Euro
  • Überprüfung aller im Scheckheft vorgeschriebenen Teile
  • Dazu zählen: Motor, Bremsen, Achsen, Abgassystem, Getriebe, Karosserie, Reifen und viele weitere.

Wie werden die Wartungsintervalle festgelegt?

Die Abstände zwischen zwei Inspektionen sind abhängig von Hersteller und Modell. Dabei wurden bisher vor allem der Zeitabstand und die Laufleistung in Kilometer herangezogen. Wenn Sie beispielsweise 15.000 km mit Ihrem Auto zurückgelegt haben oder das Auto 12 Monate lang gefahren sind, steht ein Ölwechsel an. Sobald eines der genannten Dinge eintritt, ist eine Inspektion fällig und ein neues Wartungsintervall beginnt. Diese recht starre Bestimmung wird heutzutage noch bei älteren Autos herangezogen.

Bei neueren Autos ist die Fahrzeugsoftware und -elektronik so ausgereift, dass das Auto selbst berechnet und feststellt, wann eine Wartung notwendig ist. Dem Fahrer wird dies über das Display im Auto angezeigt. Diese flexiblen Wartungsintervalle werden durch das Nutzungsverhalten und Fahrverhalten des Fahrers beeinflusst. Da aber nicht alle Bauteile des Autos durch Verschleiß abgenutzt werden, sondern auf natürliche Weise altern, kann es auch für neuere Fahrzeuge feste Wartungsintervalle geben.

Zu bedenken ist auch, dass sich die sehr flexiblen, vom Auto selbst berechneten Wartungsintervalle nicht unbedingt für Fahrer eignen, die wenig mit dem Auto fahren. Es sei denn, die Fahrzeugsoftware plant auch solche Fälle mit ein und zeigt den Wartungsbedarf auch nach einer bestimmten Zeit an.

Inspektionen einhalten und Anspruch auf Garantie erhalten

Insbesondere bei Neuwagen und allen anderen Fahrzeugen, auf die Sie vom Hersteller noch eine Garantie haben, sollten Sie auf die rechtzeitige und regelmäßige Durchführung der Inspektionen achten. Dies stellt sicher, dass Ihr Anspruch auf die Fahrzeugherstellergarantie nicht erlischt. Lassen Sie sich die Inspektion und Wartung auch in Ihrem Scheckheft bzw. Serviceheft eintragen, um die Wartungen nachweisen zu können. Ein sogenanntes „scheckheftgepflegtes“ Auto hat zudem einen höheren Restwert und erzielt deshalb einen höheren Verkaufspreis, wenn Sie diesen weiterverkaufen möchten.

Wartungsintervalle – Rechtzeitig zur Inspektion

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